Geschichtlicher Einblick in die Gelsenkirchener Industrie
Wie im gesamten Ruhrgebiet wurde das Bild von Gelsenkirchen von der Industrie beherrscht. Dabei reicht die Zahl die Geschichte der Gewerbegebiete bis in das 19. Jahrhundert zurück. Viele dieser Gebiete werden zwar seit Jahren nicht mehr genutzt und sind doch bis heute erhalten geblieben. Manche diese Anlagen wurden sogar restauriert und anderen Funktionen zugeführt. Daher können Gäste und Einheimische in Gelsenkirchen einen Bummel durch einen Teil der Industriegeschichte wagen. Der Weg kann dabei zur Zeche Nordstern führen, die im Rahmen der Bundesgartenschau 1997 umgestaltet wurde. Neben einem Immobilienunternehmen, das hier seinen Sitz hat, erwartet die Modelleisen-Ausstellung „Der Deutschlandexpress“ seine Besucher. Wer der Kultur zugetan ist, kann als nächstes einen Besuch an der einstigen Zeche Consolidation einplanen. Gelegen ist die Zeche, deren Anlagen unter Denkmalschutz stehen, im Gelsenkirchener Stadtteil Feldmark. Heute wird hier neben den gewerblich genutzten Flächen unter anderem eine Ausstellungshalle präsentiert, zu deren Ausstellungen, Vorträgen und Debatten stets viele Gäste den Weg finden. Auf der Zeche ist außerdem der Besuch im Consol-Theater möglich. Die Wanderung durch die Industriegebiete im Ruhrgebiet (NRW) beziehungsweise Zechen kann Gäste auch zur Zeche Bergmannsglück führen. Die an der Straße befindlichen Häuser wurden der Nutzung im künstlerischen Sinne zugeführt. Ein weiteres Highlight im Rahmen der Industriegeschichte erwartet in Form des gepunkteten Gasdruckbehälters, dessen Gestaltung durch Rolf Glasmeier erfolgte. Zu finden ist dieses Industriedenkmal an der Üchtingstraße/Emscher. Führt der Weg weiter zur Horster Straße, so wird das einstige Bahnwärterhaus der Hugo Bahn erreicht. Es wurde vor mehr 130 Jahren erbaut und ist inzwischen zum Industrie-Baudenkmal ernannt worden. Noch immer ist es sehr gut erhalten und lädt zum Staunen ein. Liebhaber der Bahn werden außerdem ihre Freude beim Besuch des denkmalgeschützten Bahnbetriebswerks Bismarck an der Grimbergstrasse haben. Dort befindet sich ein Rundlokschuppen mit einer Drehscheibe. Im Jahr 2012 wird das Werk zu einem Museum ausgebaut.